Familienbildungsstätten (FBS) sind fest in der Mitte unserer Gesellschaft verankert und leisten einen wichtigen Beitrag zum sozialen Zusammenhalt. Sie sind Orte der Begegnung, Unterstützung und Orientierung für Familien in unterschiedlichen Lebenslagen. Tausende freie und selbstständige Dozent*innen bringen ihre Ideen, Erfahrungen und Kompetenzen ein. So können Familienbildungsstätten aktuelle Entwicklungen und gesellschaftliche Herausforderungen zeitnah aufgreifen und in ihre Bildungsangebote integrieren.
Die überwiegend nebenberuflich tätigen Selbstständigen sichern Vielfalt, Qualität und Aktualität der Programme und ermöglichen überhaupt erst eine niedrigschwellige, bedarfsgerechte Unterstützung von Familien. Familienbildungsstätten stärken Elternkompetenzen, fördern die gesunde Entwicklung von Kindern und leisten wichtige Beiträge in Gesundheitsförderung, Integration, Seniorenarbeit und im intergenerativen Austausch.
Werden diese Angebote eingeschränkt, verlieren Familien wohnortnahe Unterstützung und präventive Hilfen – mit langfristigen Folgen auch für Bildungssystem, Gesundheitswesen und soziale Sicherungssysteme.
Mit großer Sorge beobachten wir daher, dass selbstständige Lehrkräfte an Familienbildungsstätten von der Deutschen Rentenversicherung zunehmend pauschal als sozialversicherungspflichtig Beschäftigte eingestuft werden – unabhängig von Tätigkeitsbereich oder Umfang. In einem aktuellen Fall betrifft dies sogar eine Lehrkraft mit lediglich 60 Unterrichtsstunden pro Jahr.
Sollte diese Einschätzung durch Sozialgerichte bestätigt werden, hätte dies gravierende Folgen: Das Berufsbild der selbstständigen Lehrkraft in der Weiterbildung würde faktisch infrage gestellt. Familienbildungsstätten müssten erhebliche finanzielle und bürokratische Belastungen tragen. Die Folgen wären weniger Angebote, steigende Teilnahmegebühren und der Rückzug aus besonders niedrigschwelligen Formaten. Gerade belastete Familien würden dadurch wichtige Unterstützungsangebote verlieren.
Wir setzen uns deshalb mit Nachdruck dafür ein, auch künftig mit selbstständigen Lehrkräften zusammenarbeiten zu können, ohne existenzielle rechtliche und wirtschaftliche Risiken eingehen zu müssen. Gemeinsam mit den Verbänden der Weiterbildung und Abgeordneten des Deutschen Bundestages fordern wir eine rechtssichere und praxisnahe Lösung für dieses drängende Problem.
Körpertraining von Kopf bis Fuß
„In diesem Jahr bin ich bei der Familienbildungsstätte Selm auf den Kurs „Körpertraining von Kopf bis Fuß“ aufmerksam geworden. Nach dem Entspannungskurs gehe ich jedes Mal tiefenentspannt nach Hause. Sogar kleine Blockaden im Wirbelsäulenbereich sind verschwunden. Danke!“
Hiltrud V.